Die Kirchenwahl - So wird gewählt

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Kirchenwahl am 1. Dezember 2013 auf einen Blick.

  • add Wie viele Stimmen habe ich?

    Für die Kirchengemeinderatswahl hat jede Wählerin und jeder Wähler so viele Stimmen, wie Kirchengemeinderäte zu wählen sind.

    Bei der Wahl zur Landessynode können je nach Größe des Wahlkreises zwei oder drei, in Stuttgart fünf Stimmen für Laien sowie eine oder zwei Stimmen für Theologen vergeben werden. Die Stimmen können gehäuft werden (kumulieren), wobei keinem Kandidaten mehr als zwei Stimmen gegeben werden können. Dabei ist zu beachten, dass nur jeweils die Stimmen für die Theologen und die Stimmen für die Laien kumuliert werden können. Das bedeutet, dass die für einen Theologensitz zur Verfügung stehende Stimme keinem Laien gegeben werden kann und umgekehrt.

  • add Wie funktioniert die Briefwahl?

    Briefwahl ist in allen Gemeinden möglich. Entweder muss die Briefwahl gesondert formlos, z. B. per E-Mail, Fax oder Anruf, beantragt werden, oder die Briefwahlunterlagen werden gleich mit der Wahlbenachrichtigung versandt. Dies ist von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Die gekennzeichneten Stimmzettel werden in den Wahlumschlag gesteckt, der anschließend verschlossen wird. Der Wahlumschlag wird zusammen mit dem Briefwahlschein bzw. die Wahlbenachrichtigungskarte und der Bestätigung über die persönliche Kennzeichnung in der Wahlbriefumschlag gesteckt, der ebenfalls verschlossen wird. Die Wahlbriefe müssen dem Ortswahlausschuss bis spätestens zur Schließung der Wahllokale am 1. Dezember 2013 vorliegen. In den Wahlunterlagen ist genau erklärt, was bei der Briefwahl zu beachten ist und wie die Briefwahlumschläge versandt werden müssen.

    In manchen Gemeinden werden auch Briefwahlkästen aufgestellt, in welche die Briefwahlumschläge eingelegt werden können. Auch hier erfahren Sie nähere Einzelheiten bei dem für Sie zuständigen Pfarramt.  

  • add Wer darf Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen?

    Alle wahlberechtigten Mitglieder einer Gemeinde dürfen Wahlvorschläge mit Kandidatinnen und Kandidaten, die sich zur Kandidatur bereit erklären, einreichen.

    Für einen Wahlvorschlag zur Kirchengemeinderatswahl müssen diesen mindestens zehn (in Kirchengemeinden unter 1.000 Gemeindegliedern reichen fünf) Wahlberechtigte unter Angabe ihres Namens und ihrer Anschrift unterzeichnen. Diese Wahlvorschläge können bis 25. Oktober 2013, 18 Uhr, beim geschäftsführenden Pfarramt eingereicht werden.

    Wahlvorschläge für die Landessynode müssen bis 4. Oktober 2013 beim Vorsitzenden des Vertrauensausschusses des Wahlkreises (die Adresse ist bei Ihrem zuständigen Dekanatamt erhältlich) eingereicht werden. Für einen solchen Wahlvorschlag sind die Unterschriften von mindestens 20 Wahlberechtigten notwendig.

  • add Wie kann gewählt werden?

    Am 1. Dezember 2013 können alle Wahlberechtigten ihre Stimme im Wahllokal der örtlichen Kirchengemeinde abgeben. Den Ort des Wahllokals legt die jeweilige Kirchengemeinde fest. Die Wahlzeit beginnt im Allgemeinen nach dem Ende des Gemeindegottesdienstes und endet spätestens um 18 Uhr. Der Wahlausweis soll zur Wahl im Wahllokal mitgebracht werden. Außerdem ist auch Briefwahl möglich.

  • add Wo darf ich wählen?

    Das Wahlrecht kann nur einmal ausgeübt werden. Niemand kann in mehreren Kirchengemeinden wählen. Mitglieder der Landeskirche, die in mehreren bürgerlichen Gemeinden gemeldet sind, können vorab entscheiden, welcher der entsprechenden Kirchengemeinden sie angehören wollen. Machen sie von diesem Recht keinen Gebrauch, haben Sie das Wahlrecht in der Kirchengemeinde, in der sie über ihren Hauptwohnsitz verfügen.

    Grundsätzlich ist aber jedes Gemeindeglied berechtigt, sich in eine andere Kirchengemeinde umzumelden, in der es dann auch sein Wahlrecht ausüben kann. Bei dieser Ummeldung ist es nicht erforderlich, in der „neuen“ Kirchengemeinde einen Wohnsitz zu haben. Der Antrag kann im Pfarramt der Wohnsitzgemeinde oder im Pfarramt der Gemeinde gestellt werden, zu der das Gemeindeglied in Zukunft gehören möchte.

  • add Wer wird gewählt?

    Bei der Wahl wird über die Sitze von über 10.000 Kirchengemeinderatsmitgliedern und von 90 Landessynodalen (60 Laien und 30 Theologen) für eine Amtszeit von sechs Jahren entschieden. Es handelt sich nicht um eine Parteien-, sondern um eine Personenwahl.

  • add Wer ist wählbar?

    Zur Wahl stellen können sich alle Mitglieder einer Kirchengemeinde, die am 1. Dezember 2013 das 18. Lebensjahr vollendet haben, die wahlberechtigt sind und die bereit sind, das für ihr Amt vorgesehene Gelübde abzulegen.

  • add Wer darf wählen?

    Alle Gemeindemitglieder sind wahlberechtigt, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben, geschäftsfähig sind und ihre Hauptwohnung im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Württemberg haben oder anderweitig zu dieser gehören.

    Die Wählerlisten werden vom 28. Oktober bis 4. November 2013 öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit kann gegen den Inhalt der Listen Einspruch eingelegt werden. In der Regel erhalten alle Wahlberechtigten bis zum 24. November 2013 eine Wahlbenachrichtigung (Wahlausweis).

  • add Was wird gewählt?

    Am 1. Dezember 2013 werden in 1.369 Kirchengemeinden in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg die Kirchengemeinderäte und die Mitglieder der Landessynode gewählt. Die Kirchengemeinderäte leiten gemeinsam mit der Pfarrerin bzw. dem Pfarrer die Gemeinde. Der Landessynode kommt das kirchliche Gesetzgebungsrecht zu. Ihre Aufgaben sind mit denen politischer Parlamente vergleichbar.